Mobilität_

Kommunales CarSharing

Lesezeit etwa: 2 Minuten

von Katrin Päzolt

Ein Leben ohne Auto?

In Caputh, Geltow oder Ferch ist die ÖPNV-Anbindung nicht so schlecht, wie in weiter abgelegenen Kommunen außerhalb des Speckgürtels, aber dennoch nicht ausreichend, um komplett auf das Auto zu verzichten. Ein Leben in Schwielowsee ohne Auto ist zwar möglich, bedarf aber einiges an Durchhaltevermögen auf dem Fahrrad und Einbußen an Flexibilität.

Daher haben viele Familien nicht nur ein sondern oft zwei Autos. Vor allem wenn man nicht Richtung Potsdam oder Berlin unterwegs ist, ist es nicht einfach, ohne Auto auszukommen. In unserer Familie haben wir festgestellt, dass wir nur zu bestimmten Anlässen oder Situationen ein oder sogar zwei Autos brauchen, aber oft eben auch nicht und dann steht das Auto die meiste Zeit nutzlos herum, verbraucht Platz und kostet Geld. Eine Lösung wäre doch hier, das Auto nur dann zu besitzen, wenn man es braucht, eben in Form von CarSharing.

CarSharing vor Ort

In Potsdam und Berlin sind zwar CarSharing-Anbieter zu finden, aber wenn ich in unseren Ortsteilen ein Auto brauche, werde ich wohl kaum jemanden davon überzeugen können, nach Potsdam fahren, um dort ein Fahrzeug auszuleihen und es nach der Fahrt dann auch dorthin wieder zurückzubringen. Es braucht also eine Lösung vor Ort mit kurzen Wegen, denn nur dann ist CarSharing eine flexible und machbare Mobilitätslösung.

http://www.carsharing.info/leitfaden-zur-umsetzung-des-carsharing-gesetzes-veroeffentlicht

Auf der Homepage des Bundesverbands CarSharing e.V. (https://www.carsharing.de/) wird ein deutlicher Ost-Westunterschied deutlich, so gibt es in Westdeutschland insbesondere in Bayern und Baden-Württenberg nicht nur in großen Städten, sondern auch in kleineren Gemeinden und im ländlichen Raum CarSharing-Anbieter. Die CarSharing-Anbieter sind dabei entweder Unternehmen oder aber Vereine.

So hat sich z.B. in Jesberg, einem 2400 Einwohner Ort in der Nähe von Marburg, ein Verein gegründet (http://www.vorfahrt-fuer-jesberg.de/), der seinen Fuhrpark aus privaten Fahrzeugen und Fahrzeugen von Unternehmen zusammenstellt.

Aber auch in Brandenburg gibt es neue Initiativen, z.B. das CarSharingAngebot durch die Kreiswerke Barnim GmbH (https://www.barshare.de). Die Autoflotte steht dabei sowohl privaten Nutzern als auch Unternehmen und der Verwaltung als Dienstwagen zur Verfügung.

Für Interessierte hat der Bundesverband CarSharing e.V. hat einen Leitfaden zur Gründung herausgegeben, welcher auf der Internetseite erhältlich ist.

Ein CarSharing-Angebot in Schwielowsee, am besten in jedem Ortsteil, wäre eine wirklich Alternative zum eigenen Auto und sei es für viele nur für den Verzicht auf den Zweitwagen. Vielleicht finden sich ja Unternehmer und Engagierte, die so ein Angebot in unseren Orten initiieren würden?

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